Demokratie lernen und leben Mecklenburg-Vorpommern
Mrs. Read war für uns dabei:
Im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung in Salem für LehrerInnen aller Fachbereiche sowie Juristen und Sozialpädagogen fanden sowohl Vorträge als auch eine Vielzahl von Workshops statt. Ziel der Veranstaltung war es, allen an Schule und Erziehung Beteiligten zu vermitteln, wie außerordentlich wichtig ein demokratisches Miteinander und Demokratiebewusstsein für die heranwachsende Generation ist.
An Beispielen wurde deutlich gemacht, wie durch eine demokratische Unterrichtsgestaltung unsere Schüler und Schülerinnen für demokratische Vorgänge sensibilisiert werden können, denn nur wenn Demokratie gelebt wird, kann sie zu einem Teil ihrer Lebenseinstellung werden. Insbesondere kann die Lehrerpersönlichkeit richtungsweisend für junge Leute sein, und wir als Pädagogen sind dazu angehalten, uns den Schülern in erster Linie als Menschen mit Stärken und Schwächen zu zeigen, mit denen man offen reden und diskutieren kann.
Kooperative Lernformen sollen dazu dienen, in heterogenen Lerngruppen, wie sie sich uns jeden Tag präsentieren, den demokratischen Umgang miteinander zu üben und zu lernen. Das Wahrnehmen von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Fähigkeiten, Kulturen, Einstellungen usw. soll dazu führen, dass junge Menschen Toleranz entwickeln und durch demokratisches Verhalten befähigt werden, Konflikte zu vermeiden bzw. mit ihnen produktiv umzugehen.
Besonders aufschlussreich für mich als Lehrerin war die Veranstaltung, in der über die Rechtslage im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Auffälligkeiten an der Schule informiert wurde. An welchen Anzeichen Sympathie mit oder Zugehörigkeit zu einer neonazistischen oder linksextremistischen Vereinigung erkennbar ist, und wie und wann man als Lehrkraft einschreiten sollte, wurde erörtert und Vorgehensweisen exemplarisch aufgezeigt. Dass ich als Lehrerin zur Aufklärung über die Gefahren extremistischer Gruppen auf alle antidemokratischen Symbole und Texte im Unterricht Zugriff haben darf und muss, wurde von Seiten der Juristen bestätigt.
Demokratische Handlungskompetenz muss natürlich auch außerhalb der Schule ein Teil der Erziehung sein, und dabei spielt das Elternhaus eine wesentliche Rolle. Einer der Workshops beschäftigte sich aus diesem Grund mit der Zusammenarbeit von Eltern und Schule, um die Vermittlung von demokratischen Werten in außerschulischen Bereichen fördern zu können. Wie Eltern in die demokratischen Prozesse des Schulalltags mit einbezogen werden können, wurde an Beispielen gezeigt.
Die Weiterbildung hat viele Anregungen für den Aufbau einer demokratische Schulkultur gegeben, die richtungsweisend für unsere Schule als Ganzes sein sollte.
Lehrer und Eltern können sich bei den folgenden außerschulischen Partnern Rat und Unterstützung holen:
Jugendrechtshaus Wismar e.V. Internet Adr: www.jugendrechtshaus-wismar.de
Stiftung CIVIL-COURAGE Internet Adr: www.civil-courage.net
AfRR (Akademie für Rechtskultur und Rechtspädagogik)
Internet Adr: www.afrr.de
RAA (Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie M-V e.V.)
Internet Adr: www.raa-mv.de
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